Es regnet, du gehst trotzdem mit deinem Hund raus – klar, er muss ja schließlich an die frische Luft. Doch kaum seid ihr wieder im Haus, riecht es streng. Dieser typische Geruch von „nassem Hund“ hängt dann in der Luft. Viele Hundebesitzer kennen das. Aber hast du dich schon mal gefragt: Warum stinken Hunde nach dem Regen eigentlich so sehr? Und viel wichtiger: Was kannst du tun, damit dein Hund und dein Zuhause trotzdem frisch bleiben?
Warum riecht dein Hund so stark, wenn er nass ist?
Der Grund ist ganz natürlich: Auf der Haut und im Fell deines Hundes leben viele kleine Mikroorganismen – also Bakterien und Hefepilze. Diese Mikroorganismen sind völlig normal und tun deinem Hund auch nichts. Doch wenn das Fell nass wird, lösen sich kleine Stoffe, die diese Mikroorganismen produzieren. Diese Stoffe vermischen sich mit den natürlichen Hautfetten – und das sorgt für den bekannten „nassen Hund“-Geruch.
Hinzu kommt, dass sich Hunde draußen oft gerne wälzen – im Gras, im Schlamm oder sogar in Pfützen. Dadurch sammeln sich zusätzlich Erde, Pflanzenreste und andere Geruchsstoffe im Fell.
Ich kenne das gut von meinem eigenen Hund Rex, einem lieben, aber wilden Mix aus Irgendetwas. Nach einem Spaziergang im Regen wälzt er sich am liebsten noch schnell im feuchten Gras. Wenn wir dann heimkommen, riecht nicht nur er – sondern gleich das ganze Wohnzimmer.
Falls er sich jedoch erbricht, was auch manchmal passiert, schaue ich natürlich genauer hin.

Was kannst du dagegen tun?
Du musst deinen Hund natürlich nicht vom Regen fernhalten. Vor allem, wenn es tagelang schüttet, musst du sowieso mit ihm raus. Aber mit ein paar einfachen Maßnahmen sorgst du dafür, dass es danach zuhause trotzdem frisch bleibt.
Checkliste: So riecht dein Hund auch nach dem Regen nicht unangenehm
- Halte immer ein sauberes, saugfähiges Handtuch bereit, wenn du mit deinem Hund rausgehst – am besten ein Mikrofaser-Handtuch.
- Trockne deinen Hund nach jedem Spaziergang gründlich ab – vergiss dabei nicht die Pfoten, den Bauch und auch die Ohren.
- Bürste das Fell regelmäßig – besonders bei langhaarigen Hunden hilft das, Schmutz und Gerüche zu entfernen.
- Nutze nur dann ein Hundeshampoo, wenn dein Hund wirklich stark verschmutzt ist. Zu häufiges Waschen schadet der Haut.
- Ein Hundebademantel kann super praktisch sein – er hilft beim Trocknen und schützt gleichzeitig Möbel und Boden vor Nässe.
- Richte deinem Hund einen trockenen und warmen Platz ein, an dem er sich nach dem Spaziergang ausruhen kann.
- Lüfte die Wohnung gut, wenn du mit einem nassen Hund hereinkommst – so bleibt die Luft frisch.
Bei Rex hilft es übrigens, wenn ich ihn direkt nach dem Spaziergang bürste und dann mit einem alten Föhn bei niedriger Temperatur kurz antrockne – das findet er super entspannend.
Besonderes Wissen: Nicht jeder Hund riecht gleich
Langhaarige Hunde riechen nach dem Regen oft stärker als kurzhaarige. Das liegt daran, dass das Fell mehr Wasser aufnimmt und langsamer trocknet. Auch bei älteren Hunden oder Tieren mit Hautproblemen kann der Geruch intensiver sein. Rex ist zum Glück recht pflegeleicht – aber wenn er im Fellwechsel ist, muss ich besonders gründlich sein.
Pro & Contra: Solltest du bei Regen überhaupt rausgehen?
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Dein Hund bekommt Bewegung, auch bei schlechtem Wetter | Nasses Fell riecht schnell unangenehm |
| Viele Hunde lieben das Spielen im Regen | Wohnung wird schmutzig, wenn der Hund nicht gleich sauber gemacht wird |
| Frische Luft stärkt das Immunsystem | Kleine oder alte Hunde frieren schnell |
| Weniger andere Hunde unterwegs – es ist ruhiger | Du musst mehr Zeit für die Fellpflege einplanen |
Mein Tipp zum Schluss
Wenn dein Hund stark riecht, kannst du beim nächsten Bad einen kleinen Schuss Apfelessig ins Spülwasser geben. Das neutralisiert Gerüche auf natürliche Weise und ist sanfter als viele künstliche Mittel. Natürlich immer gut ausspülen und darauf achten, dass nichts in die Augen kommt.
