Du hast einen Hund und musst mal weg – sei es wegen Arbeit, Urlaub oder Krankheit? Dann brauchst du jemanden, dem du deinen Liebling mit gutem Gefühl anvertrauen kannst. Aber wie findest du den perfekten Hundesitter, was darf das kosten – und wie fühlt sich dein Hund dabei überhaupt? Ich kenne das Problem, denn auch wenn ich wirklich viel Zeit mit meinem Rex verbringe, brauche ich manchmal Unterstützung.
Hier bekommst du alle wichtigen Infos, ganz einfach erklärt – mit Checkliste, Pro-und-Contra-Tabelle, Preisübersicht und einem besonderen Tierkenner-Tipp am Ende.
Warum ein Hundesitter so wichtig ist
Dein Hund braucht mehr als nur Futter – er braucht Zuwendung, Bewegung, Sicherheit und Routine. Wenn du mal keine Zeit hast, ist ein guter Hundesitter Gold wert. Aber: Nicht jeder, der Hunde mag, ist automatisch geeignet.
Ein guter Hundesitter…
- kennt sich mit Hunden aus
- ist zuverlässig und liebevoll
- achtet auf Rituale und Futterzeiten
- hat keine Angst vor kleinen „Unfällen“ oder Eigenheiten
- achtet auf Signale deines Hundes
- wohnt ganz in der Nähe und ist schnell verfügbar
- kostet nicht zu viel

So findest du den perfekten Hundesitter in 5 Schritten
1. Überlege dir, was du brauchst
Soll der Sitter deinen Hund nur kurz Gassi führen oder ihn einen ganzen Tag (oder länger) betreuen? Brauchst du jemanden zu Hause oder darf dein Hund bei jemandem übernachten? Brauchst du manchmal schnelle Hilfe oder planst du das Hundesitting langfristig?
2. Frage im Freundeskreis oder bei Hundebesitzern
Die besten Tipps bekommst du oft von anderen Hundebesitzern. Vielleicht kennt jemand einen zuverlässigen Sitter – oft sogar aus der Nachbarschaft.
3. Nutze Hundesitter-Portale oder Apps
Webseiten wie:
- betreut.de
- Pawshake
- Dogsharing.de
- Gudog
… bieten geprüfte Hundesitter mit Bewertungen. Du kannst dort gezielt nach Ort, Erfahrung und Preis suchen.
4. Trefft euch vorher zum Probespaziergang
Lass deinen Hund den Sitter kennenlernen. Geht zusammen Gassi. So siehst du sofort, wie die Chemie ist – zwischen Mensch und Tier. Dein Hund entscheidet mit, suche also nicht auf den letzten Drücker.
5. Vertraue deinem Bauchgefühl
Wenn du ein ungutes Gefühl hast: lieber weitersuchen. Du gibst deinen Hund ja nicht irgendwem – sondern jemandem, der ihn wirklich verdient hat.
Was kostet ein Hundesitter?
Die Kosten hängen davon ab, wie lange dein Hund betreut wird – und wo du wohnst:
| Leistung | Preis (Durchschnitt) |
|---|---|
| Gassi-Service (30–60 Min.) | 10–20 € |
| Tagesbetreuung | 25–40 € pro Tag |
| Übernachtung beim Sitter | 30–50 € pro Nacht |
| Betreuung bei dir zu Hause | 40–60 € pro Tag/Nacht |
In Großstädten kann es teurer sein. Tipp: Viele Sitter bieten günstigere Pakete bei regelmäßiger Betreuung an.
Wie fühlt sich dein Hund dabei?
Du fragst dich bestimmt: Findet mein Hund das gut?
Die Antwort: Kommt drauf an.
Manche Hunde sind neugierig und freuen sich auf neue Menschen. Andere sind vorsichtiger oder hängen sehr an dir.
Wichtig ist deshalb:
- Dein Hund sollte den Sitter vorher kennenlernen
- Rituale und Futterzeiten sollten gleich bleiben
- Der Sitter sollte wissen, was dein Hund mag (und was nicht)
- Du kannst ein Lieblingsspielzeug oder -kissen mitgeben
- Gib deine Kontaktdaten für den Notfall
Ein guter Hundesitter nimmt sich Zeit, stellt Fragen und merkt, wie dein Hund tickt. Wenn dein Hund entspannt wirkt, frisst und spielt – dann ist alles gut.
Checkliste: So findest du den richtigen Hundesitter
- Weißt du genau, was du brauchst (Gassi, Betreuung, Urlaub)?
- Hast du in deinem Umfeld nach Empfehlungen gefragt?
- Hast du ein Profil mit Bewertungen gefunden (z. B. online)?
- Habt ihr euch vorher getroffen?
- Mag dein Hund den Sitter?
- Gibt es eine klare Absprache (Uhrzeiten, Futter, Notfallkontakt)?
- Fühlst du dich mit der Entscheidung wohl?
Pro und Contra: Hundesitter vs. Hundepension
| Hundesitter | Hundepension |
|---|---|
| Persönlicher, individueller Kontakt | Meist viele Hunde gleichzeitig |
| Betreuung zuhause möglich | Ortswechsel für den Hund |
| Flexible Uhrzeiten, oft nach Absprache | Feste Zeiten, strukturierter Ablauf |
| Oft ruhigeres Umfeld | Mehr Reize, manchmal stressiger für sensible Hunde |
| Teils günstiger bei regelmäßiger Betreuung | Gute Pensionen oft teurer |
Mein persönlicher Tipp
Frage doch am besten in der Nachbarschaft. Vielleicht findest du jemanden, der sich die Zeit gerne mit unregelmäßigen Hundespaziergängen vertreibt. Es gibt viele Menschen, die keinen eigenen Hund haben möchten / können, sich aber gerne ab und zu um ein Tier kümmern.
