Zum Inhalt springen
Startseite » Hamster als Haustier

Hamster als Haustier

Hamster als Haustier

Was macht Hamster zum besonderen Haustier?

Hamster zählen zu den Nagetieren und hier zu den Wühlern. Sie graben wie Kaninchen oder viele Mäuse Tunnelsysteme in den Boden und bleiben den ganzen langen Tag in ihren Bauten. Sie sind dennoch ganz anders, als Kaninchen oder Mäuse. Es handelt sich bei Hamstern beispielsweise um Einzelgänger. Außerdem hamstern Hamster mit ihren dehnbaren Backentaschen für den Winter. Sie verbringen keinen durchgehenden Winterschlaf, sie wachen alle fünf bis 14 Tage wieder auf und fressen von den Vorräten. Das sind nur einige Unterschiede zu Kaninchen oder Mäusen. Auch im Wesen sind sie etwas Besonders.

Ein Hamsterhaus mit mehreren Kammern: Nach dem Vorbild des Hamsterbaus in der Natur

Nagetiere sind eigentlich alle sehr aufgeweckt, neugierig, aber auch vorsichtig. Sie sind dazu imstande, eine Beziehung zu uns Menschen aufzubauen. Das gilt auch für unsere nachtaktiven Hamster. Diese sind in freier Natur strikte Einzelgänger oder leben wie Campbells in kleinen Familienverbänden. Aber zu fremden Hamstern sind sie abgesehen von der Paarungszeit immer sehr aggressiv. Wir Menschen werden jedoch nicht als Hamster wahrgenommen. Mit etwas Zuwendung und Futter, vor allem Futterinsekten, können Hamster zutraulich werden.

Beim Zähmen gibt der Hamster das Tempo vor. Vertrauen und Leckerlies bilden die Basis.

Bei den größeren Goldhamstern gelingt das einfacher, als bei Zwerghamstern. Diese sind etwas hektischer, scheuer und lebendiger – sie gelten deswegen als komplizierter in der Haltung.

Hamsterarten in Menschenhand

– Goldhamster

– Zuchtformen des Goldhamsters wie Teddyhamster

– Campbell

– Dsungaren

– Hybriden aus Campbell und Dsungaren

– Roborowski

– Chinesischer Streifenhamster

Der richtige Umgang mit Hamstern

Während Goldhamster noch auf rund 150 Gramm Körpergewicht kommen, sind es bei Zwerghamstern eher um die 50 Gramm. Mit den Tieren toben geht allein deswegen nicht. Außerdem könnte es den Hamster verschrecken. Besser ist es, sich dem Tier gerade in der Anfangsphase vorsichtig und ruhig zu nähern. Hamster finden es interessant, wenn sie beobachtet werden und Futterinsekten überreicht bekommen. Hier kommt es aber auch auf den Hamster an, ob er diese direkt aus der Hand annimmt oder diese ihm hingelegt werden müssen.

Wichtig zu beachten: Hamster sind nachtaktiv und sollen am Tag nicht gestört werden. Sie können durch die Unterbrechung der Tagruhe sogar schweren Schaden nehmen. Deswegen ist es besser, sich einen Hamster nur dann zuzulegen, wenn der Kontakt sich ab der Dämmerung pflegen lässt. Dann aber sind Hamster putzmunter und flink. Die kleinen Tiere aus dem Käfig zu nehmen und laufen zu lassen ist deswegen eine sehr schlechte Idee. Gerade dann, wenn der Käfig klein ist, sollten Hamster jedoch regelmäßig in einen größeren Laufstall gesetzt werden. Das Laufrad ist zwar sinnvoll, solange der Hamster nicht zu viel läuft. Das Laufen und gleichzeitige Erkunden kann es zumindest nicht ersetzen.

Spielzeug für Hamster

Hamster gehen jede Nacht auf Erkundung und suchen nach Futter. Deswegen ist es gut, wenn das Futter versteckt wird oder etwas schwieriger zu erreichen ist. Größere Körner oder Futterinsekten werden einfach auf die Einstreu gelegt. Es kann auch Verstecke im Hamsterstall geben. Außerdem benötigen Hamster etwas Frischfutter. Wenn es Blätter von Salat oder Kräutern sind, können diese mit einem Faden aufgezogen in den Käfig gehangen werden.

Kartonrollen wie von der Küchenrolle, dicke Hanfseile zum Klettern, Kokosnussschalen, kleine unbedruckte Kartonagen oder auch Spielsachen aus dem Handel sind immer gefragt. Hamster klettern und stöbern von Natur aus. Sie werden sich auch einen Futterbunker anlegen und überschüssiges Trockenfutter hamstern. Sie dürfen deswegen nicht zu viel davon erhalten.

Ein Paradis für Hamster – Ein Mehrkammernhaus über mehrere Stockwerte von hamsterwelten.de

Weil Hamster sehr gut klettern, sollen sie möglichst ein Hamsterhaus über mehrere Etagen erhalten. Unten ist die Tiefstreuwanne mit dem Mehrkammerhaus mit abnehmbarem Dach. Von hier graben sie ihre Tunnel. Wenn die Tiefstreuwanne transparent ist, sind die Tunnel vielleicht sogar zum Teil zu sehen. Wenn über der Tiefstreuwanne noch zwei oder drei Ebenen kommen, ist das perfekt. Schwere Gegenstände sollen nicht auf der Tiefstreu stehen, da sie wegen der Tunnelarbeit einsacken können. Besser ist es, das alles in den oberen Ebenen zu verteilen.

Wenn der Hamsterstall sehr abwechslungsreich gestaltet wird, ist der Hamster noch unterhaltsamer zu beobachten. Fühlt sich das Tier rundum wohl, wird es um so zutraulicher und zeigt sich gerne.

Hamster für Anfänger geeignet

Nicht nur zur Beobachtung, auch zum Interagieren sind Hamster interessant. Sie eignen sich jedoch nur für Tierfreunde, die ab der Dämmerung Zeit mitbringen. Außerdem sind sie perfekt für kleine Wohnungen, da für Goldhamster bereits die Grundfläche von 120 zu 60 cm ausreicht, für Zwerghamster genügen bereits 100 zu 50 cm. Dafür kann es mehrere Ebenen hochgehen. Meerschweinchen benötigen wenigstens 2 m² und Kaninchen das ganze Zimmer.

Hamster sind auch für alle ideal, die nicht wissen, ob sie überhaupt für längere Zeit ein Haustier haben möchten. Die meisten Hamster werden kaum älter als 2,5 Jahre. So lange wird wohl jeder Mensch mit Gewissen noch durchhalten. Und wer die Wohnung wechselt, der muss nicht ins Tierheim, für den Hamster ist der Platz immer groß genug. Wichtig bleibt nur, dass es in der Wohnung nicht zu kalt wird, dann fallen Hamster in den Winterschlaf. Wird es nicht kalt genug, endet das jedoch tödlich.

Hamster sind Kleinnager und wie alle anderen Kleinnager entwickeln sie ein interessantes Wesen. Jeder Hamster hat hierbei seinen eigenen Charakter. Es ist deswegen jedes Mal aufs Neue interessant, wie sich der Hamster bei einem einlebt und entwickelt. Gerade in der Anfangszeit zahlt sich jede investierte ruhige Stunde mit dem Tier aus.

Beitrag von: Robert von HamsterWelten.de

Fotos von Heiko Fröhlich