Katzen sind wunderbare Mitbewohner – neugierig, verspielt und oft sehr verschmust. Viele Menschen denken, dass Katzen lieber allein leben. Doch das stimmt nicht immer. Besonders Wohnungskatzen fühlen sich oft wohler, wenn sie nicht allein sind. Eine zweite Katze kann für mehr Abwechslung, Spiel und Gesellschaft sorgen. Aber: Mehrere Katzen zu halten ist nicht für jeden Haushalt geeignet. In diesem Beitrag erfährst du, worauf du achten solltest – und ob das Leben mit zwei oder mehr Katzen auch für dich passt.
Warum überhaupt mehrere Katzen halten
Wenn du schon eine Katze hast, kennst du ihre Eigenheiten: Sie schläft viel, spielt mal allein und wirkt manchmal wie ein kleines Königskind. Viele denken deshalb, Katzen seien Einzelgänger. Doch das stimmt nicht immer. Gerade Wohnungskatzen, die keinen Freigang haben, können sich schnell langweilen oder einsam fühlen – besonders, wenn du viel unterwegs bist.
Vielleicht hast du schon einmal beobachtet, wie deine Katze am Fenster sitzt und sehnsüchtig nach draußen schaut. Oder sie ruft laut, wenn du aus dem Haus gehst. In solchen Momenten kann eine zweite Katze eine wunderbare Lösung sein. Sie bringt Leben ins Haus, Gesellschaft für deinen Stubentiger – und vielleicht sogar mehr Harmonie in den Alltag. Natürlich ist auch Katzenspielzeug eine Option.
Vorteile, wenn du mehrere Katzen hältst
1. Gesellschaft für dein Tier
Katzen sind zwar unabhängige Tiere, aber viele genießen die Nähe zu Artgenossen. Eine zweite Katze sorgt dafür, dass dein Liebling nicht allein ist, wenn du nicht zu Hause bist.
2. Gemeinsames Spielen und Kuscheln
Zwei Katzen jagen sich durch die Wohnung, tollen über den Teppich und kuscheln sich oft zusammen aufs Sofa. Das stärkt nicht nur ihre Bindung, sondern bringt auch dir viel Freude beim Zuschauen.

3. Bessere Auslastung
Katzen, die sich miteinander beschäftigen, sind ausgeglichener. Sie schlafen ruhiger, haben weniger Langeweile – und kratzen vielleicht auch seltener am Sofa.
4. Sie lernen voneinander
Gerade junge Katzen lernen viel von älteren. Wie man das Katzenklo benutzt, wie man sich putzt oder wie man sich anderen gegenüber verhält – all das schauen sie sich ab.
5. Doppelt so viel Liebe
Zwei Katzen bedeuten natürlich auch doppelt so viele Schmuseeinheiten, lustige Momente und ganz viel Herz.
Nachteile, wenn du mehrere Katzen hältst
1. Nicht jede Katze will Gesellschaft
Einige Katzen sind echte Einzelgänger – oft vor allem ältere Tiere, die lange allein gelebt haben. Eine neue Katze kann Stress bedeuten.
2. Die Eingewöhnung braucht Zeit
Katzen sind sehr empfindlich, wenn es um neue Tiere in ihrem Revier geht. Es kann Wochen dauern, bis sie sich aneinander gewöhnen – manchmal klappt es leider auch nie richtig.
3. Mehr Kosten
Zwei Katzen bedeuten doppelt so viel Futter, mehr Katzenstreu, mehr Tierarztbesuche und höhere Versicherungsbeiträge.
4. Größerer Platzbedarf
Katzen brauchen Rückzugsorte. Bei mehreren Katzen brauchst du mehr Schlafplätze, mehr Kratzbäume und eventuell auch mehrere Katzenklos.
5. Täglicher Mehraufwand
Mehr Haare, mehr zu putzen, mehr zu organisieren – der Alltag mit mehreren Katzen ist manchmal anstrengender.
✅ Checkliste: Bin ich bereit, mehrere Katzen zu halten?
- 🐾 Habe ich genug Platz in meiner Wohnung (mind. ein Rückzugsort pro Katze)?
- 🐾 Kann ich die Kosten für eine weitere Katze langfristig tragen?
- 🐾 Habe ich genug Zeit für die Pflege und Beschäftigung aller Tiere?
- 🐾 Ist meine jetzige Katze grundsätzlich sozial oder eher ängstlich?
- 🐾 Bin ich bereit, viel Geduld in die Eingewöhnung zu stecken?
Wenn du die meisten Punkte mit „Ja“ beantworten kannst, bist du schon gut vorbereitet!
Pro und Contra: Mehrere Katzen halten
Vorteile | Nachteile |
---|---|
Katzen haben Gesellschaft | Höhere laufende Kosten |
Mehr Beschäftigung, weniger Langeweile | Eventuell Stress untereinander |
Doppelte Schmusezeit | Mehr Pflege- und Reinigungsaufwand |
Katzen lernen voneinander | Eingewöhnung kann schwierig sein |
Beobachten macht noch mehr Spaß | Erhöhter Platzbedarf |
Bonuswissen: So klappt’s besser mit mehreren Katzen
Wenn du mehrere Katzen halten willst, gibt es ein paar Tipps, die dir den Start erleichtern:
- Gleiches Alter ist ideal: Zwei Katzen im ähnlichen Alter verstehen sich oft besser.
- Wurfgeschwister sind ein Glücksfall: Sie kennen sich von klein auf und sind meist ein Herz und eine Seele.
- Kastration ist wichtig: Unkastrierte Katzen können sich streiten oder markieren – das kann zu großem Stress führen.
- Langsame Zusammenführung: Halte die neue Katze anfangs in einem separaten Raum, damit sich beide in Ruhe beschnuppern können.
Haustier-Tipp zum Schluss:
Auch wenn zwei Katzen anfangs vielleicht nicht gleich beste Freunde werden – gib ihnen Zeit. Mit Geduld, Zuwendung und einem guten Gespür für ihre Bedürfnisse wachsen viele Katzenpaare zu einem tollen Team zusammen. Und du wirst überrascht sein, wie viel Freude dir das bringt.